Meine Philosophie

Aus der Seele muss man musizieren, nicht wie ein abgerichteter Vogel.

~ Carl Philipp Emanuel Bach ~

Der Seele Flügel verleihen – ihr Raum geben, sich zu zeigen, zu klingen, zu leuchten –,
das ist der Kern meiner Arbeit. Als Sängerin. Und als Mentorin.

Singen – und auch Musizieren – ist für mich niemals bloße Technik.
Es ist Ausdruck, Identität, Wahrheit.
Es ist das, was hörbar wird, wenn ein Mensch sich nicht mehr zurückhält.

Deshalb begegne ich im Unterricht nie nur einer Stimme.
Ich begegne immer dem ganzen Menschen – mit seiner Geschichte, seiner Sensibilität, seiner Kraft und seinen inneren Grenzen.

Viele kommen, weil sie singen lernen oder ihre Stimme verbessern möchten.
Was sie oft erst im Prozess entdecken, ist, dass ihre Stimme weit mehr trägt als Klang.
Dass sie Ausdruck ist. Spiegel. Resonanzraum.

Technik ist dabei kein Ziel, sondern ein Mittel.
Ein Weg, den Körper so zu befreien, dass er nicht kontrolliert, sondern trägt.
Denn der Körper kann schon singen. Er weiß es.
Wir dürfen nur aufhören, ihn zu übergehen.

Die alten Belcanto-Meister nannten diesen Zustand lasciare cantare
singen lassen. Oder auch "es" singt mich.

Nicht machen.
Nicht erzwingen.
Sondern zulassen.

In Wahrheit ist das ein zutiefst geistiger Vorgang.
Der Moment, in dem der Mensch aufhört, sich selbst zu führen –
und beginnt, sich führen zu lassen.

Der Atem ist dabei nicht nur Funktion.
Er ist Träger, Verbindung und Bewegung des Lebendigen in uns.

Singen bedeutet, sich als Instrument zur Verfügung zu stellen.
Nicht dem Ego.
Sondern dem, was größer ist als wir selbst.

Dort entsteht der Klang, der berührt.
Nicht, weil er perfekt ist.
Sondern weil er wahr ist.

Mein Unterricht folgt keinem Schema F und keiner Methode.
Er folgt dem Menschen.
Und dem, was sich zeigen will.

Ich arbeite mit Menschen, die sich nicht mehr klein halten möchten.
Die nicht mehr nur funktionieren, sondern klingen wollen.
Die spüren, dass ihre Stimme Teil ihrer Würde ist.

Wenn Du ahnst, dass Deine Stimme mehr ist als ein Werkzeug –
wenn Du fühlst, dass in ihr etwas lebt, das gehört werden will –
dann bist Du hier richtig.

Ich lade Dich ein, diesen Raum zu betreten.
Nicht, um jemand anderes zu werden.
Sondern, um bei Dir anzukommen.

In diesem Raum geschieht mehr als Gesang.
Es geschieht Begegnung.
Mit der eigenen Kraft. Mit der eigenen Wahrheit. Mit dem eigenen Klang.

Viele erleben hier zum ersten Mal, wie es sich anfühlt,
nicht mehr zu funktionieren, sondern zu klingen.
Nicht mehr zu kontrollieren, sondern zu vertrauen.
Nicht mehr zu leisten, sondern zu sein.

Das ist kein reiner Unterricht im klassischen Sinn.
Es ist ein Erinnern.
An das, was längst da ist.

Und manchmal – ganz leise, ganz unspektakulär – beginnt sich dadurch
nicht nur die Stimme zu verändern,
sondern das ganze Leben.

PS: Hier noch ein kleines, aber feines Video zum Thema innere und äußere Haltung und inwieweit diese unser Gefühl und unsere Beziehungen beeinflussen kann. Viel Spaß und vielleicht die ein oder andere neue Erkenntnis beim Anschauen...